Am Reformationstag (31. Oktober) erinnern wir uns an den Beginn der Reformation durch Martin Luther. Mit seinen 95 Thesen richtete sich Martin Luther im Jahr 1517 gegen Missstände wie den Ablasshandel in der Kirche seiner Zeit. Ob er sie an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist zwar historisch nicht gesichert. Die öffentliche Wirkung seiner Thesen ist jedoch unumstritten. Heuer ist das 509 Jahre her und noch immer ist der Gedenktag eine Gelegenheit zur evangelischen Selbstbesinnung und Selbstprüfung.
Der damalige Augustinermönch wollte die Kirche erneuern und sie zum geistigen Ursprung der neutestamentlichen Botschaft zurückführen. Ein zentrales reformatorisches Anliegen Luthers war die Rückbesinnung auf das unverfälschte Wort der Bibel. Weil sich die mittel-alterliche Papstkirche einer Reform verweigerte, kam es zu der von Luther zunächst nicht beabsichtigten Bildung der Evangelisch-Lutherischen Kirche.

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